Yaroslav Kurbanov
Individualität
Yin und Yang
Geheimnis
Franzözisches Kaizerreich
21. Jahrhundert

Projekte

Botschaft

Idee des Projekts

In der Serie „Botschaft“ sind einzelne Wörter als integraler Bestandteil der Bildkomposition angelegt. Sie treten nicht als eindeutige Aussagen auf, sondern als Zeichen, die Assoziationen und innere Resonanzräume eröffnen. Bild und Sprache verschränken sich zu einer stillen Form der Kommunikation, in der Bedeutung nicht festgelegt, sondern individuell gelesen wird. Die Arbeiten laden dazu ein, innezuhalten und den eigenen Gedanken und Empfindungen Raum zu geben.

Virtuelles Leben

Idee des Projekts

Die Serie „Virtuelles Leben“ thematisiert/untersucht die zunehmende Verlagerung menschlicher Kommunikation in digitale Räume. Soziale Netzwerke und Messenger werden zu Orten der Begegnung, die den persönlichen Kontakt zunehmend ersetzen. In diesen virtuellen Gemeinschaften entstehen Informationsblasen, in denen sich Gleichgesinnte gegenseitig bestätigen und Meinungen homogen erscheinen. Die Arbeiten hinterfragen, wie Wahrnehmung, Identität und Wirklichkeit sich verändern, wenn Nähe simuliert und Vielfalt unsichtbar wird.

Totale Kontrolle

Idee des Projekts

Sicherheit und Bequemlichkeit gelten als Versprechen einer digitalen Zukunft. Schritt für Schritt geben wir Teile unseres Privatlebens preis – zunächst freiwillig, später selbstverständlich. Bargeldloses Bezahlen, digitale Identitäten und permanente Vernetzung erleichtern den Alltag, machen aber zugleich unser Verhalten vollständig nachvollziehbar. Jede Bewegung, jede Entscheidung hinterlässt Daten, die gesammelt, ausgewertet und kontrolliert werden können. Die Serie stellt die Frage, ob diese Entwicklung dem Menschen dient – oder ob sie ihn seiner Freiheit beraubt.

Puzzles unseres Lebens

Puzzles unseres Lebens
Idee des Projekts

Unser Weltbild entsteht nicht als geschlossenes Ganzes, sondern als fortlaufender Prozess. Erfahrungen, Erziehung und persönliche Eindrücke fügen sich wie Teile eines inneren Puzzles zusammen und prägen unsere Wahrnehmung. Die beiden in Aquarelltechnik ausgeführten Serien „Stereotypen“ und „Dualismus unseres Lebens“ setzen sich mit diesem fragmentarischen Erleben auseinander.

„Stereotypen“ thematisiert vereinfachte Vorstellungen von Ländern und Kulturen, die oft auf wenigen, oberflächlichen Eindrücken beruhen. Die Serie hinterfragt diese Klischees und lädt dazu ein, bestehende Bilder zu erweitern.

„Dualismus unseres Lebens“ richtet den Blick auf Gegensätze wie Licht und Schatten, Nähe und Distanz oder Gut und Böse und zeigt, dass Bedeutung erst im Zusammenspiel dieser Pole entsteht.

Ergänzend dazu stehen Ölgemälde, die auch das Puzzle-Motiv aufgreifen. Sie erweitern den thematischen Rahmen und führen die Frage weiter, wie Wahrnehmung entsteht, sich ordnet und immer wieder neu formt.

Spiegel der Seele

Spiegel der Seele

Anderer Blick

Ästhetik der Imperien

Atlantis

Atlantis

Künstler-Statement

In meiner Arbeit greife ich Themen auf, die mich persönlich bewegen. Beim Lesen klassischer und moderner Literatur wird mir immer wieder bewusst, dass es viele Themen gibt, die den Menschen seit Jahrhunderten berühren: Liebe und Hass, Treue und Verrat, Angst und Mut, der Widerspruch zwischen dem inneren Selbst und dem äußeren Bild, das wir der Welt zeigen. Es sind zeitlose Themen – im Gegensatz zu den flüchtigen Sensationen, die schnell vergessen sind.

Der Mensch stellt sich heute dieselben Fragen wie früher: Wer bin ich? Wohin gehe ich? Was ist der Sinn meines Lebens? Was ist Glück? Was ist Liebe? Meine Kunst ist mein Versuch, auf diese Fragen Antworten zu finden – oder zumindest Raum für diese Fragen zu öffnen.

Die technische und ästhetische Ausführung dient dabei dem zentralen Ziel, die Grundidee eines Werks möglichst klar und vollständig zum Ausdruck zu bringen. Für jedes meiner Themen wähle ich bewusst eine Ausführungsform, die diesem Anspruch gerecht wird.

Wie viele Künstler verwende auch ich Symbolik. Kunst war nie ein reiner Spiegel der Wirklichkeit – sie spricht in Zeichen, die der Betrachter intuitiv versteht. Doch Symbolik verändert sich mit der Zeit. Ein Stillleben des 18. Jahrhunderts erzählte dem damaligen Betrachter eine Geschichte, die uns heute oft verborgen bleibt. Unsere Zeit bringt ihre eigene Symbolsprache hervor – sowohl in der Kunst als auch im täglichen Leben.

Mit dem Titel eines Werks versuche ich, dem Betrachter meine Symbolik zugänglicher zu machen und ihn zugleich auf die Themen hinzuweisen, die mir wichtig sind. Dennoch soll jeder Mensch die Möglichkeit haben, das Werk auf eigene Weise zu deuten und weiterzudenken. Ich möchte keine Deutung vorgeben, sondern einladen – zu einem stillen Dialog zwischen Kunstwerk und Betrachter. So beginnt das Werk ein eigenes Leben. Wir leben in einer Welt, die sich immer schneller dreht. Die Informationsflut der Medien, der Druck der täglichen Pflichten – all das bringt uns oft in einen Zustand innerer Unruhe. Viele Menschen fühlen sich wie in einem Hamsterrad, ohne Zeit, um innezuhalten. Wenn es mir gelingt, einen Betrachter durch meine Bilder für einen Moment aus dieser Hektik zu lösen, wenn er beim Anblick eines Werks für ein paar Minuten über das Wesentliche im Leben nachdenkt – dann hat meine Kunst ihren Zweck erfüllt.

Yaroslav Kurbanov

Künstler-Vita



Werdegang
  • Geburtsdatum: 26.03.1968
  • Geburtsort: Machatschkala, Russland
  • Berufsausbildung/ Studium:
  • 09/83 - 06/87
  • Fachkunstschule in Machatschkala
  • Abschluss: 4 Kurse
  • Diplom: Kunstmaler-Gestalter
  • 09/90 - 06/96
  • Staatliche akademische Hochschule für Kunstmalerei "Repin" in Sankt Petersburg, Russland
  • Abschluss: 6 Kurse
  • Diplom: Theatermaler
  • Seit 2000 lebt und arbeitet in Deutschland

Einzelausstellungen
  • 2022 Chemnitz, Deutschland, St.Jacobikirche
  • 2019 Chemnitz, Deutschland, Galerie ArtEck
  • 2018 Münster, Deutschland, Galerie Steinrötter
  • 2016 Münster, Deutschland, Galerie Steinrötter
  • 2015 Augustusburg, Deutschland, Turmgalerie
  • 2014 Münster, Deutschland, Galerie Steinrötter
  • 2013 Flöha, Deutschland, Villa Gückelsberg
  • 2013 Glauchau, Deutschland, Galerie "Art Gluchowe"
  • 2011 Waldenburg, Deutschland, Galerie Peter Tauscher
  • 2009 Amsterdam, Holland, Galerie Goda
  • 2007 Ranis, Deutschland, Galerie Westerheide
  • 2005 Amsterdam, Holland, Galerie Goda (mit Alexander Kirillov)
  • 2005 Münster, Deutschland, Galerie Steinrötter (mit Carsten Weitzmann und Kristian von Hornsieth)
  • 2004 Amsterdam, Holland, Galerie Goda
  • 2004 Wetzlar, Deutschland, Galerie "Kunst+"
  • 2004 Berlin, Deutschland, Galerie "Storkower Bogen", Ausstellung "Die vergessene Welt"
  • 2000 Hamburg, Deutschland, Galerie "Unikat"
  • 1999 Nuernberg, Deutschland, Galerie "Am Theater"
  • 1999 Köln, Deutschland, Galerie "SVETLANA"
  • 1998 Sankt Petersburg, Russland, Galerie "Sommergarten" "Zwei Kurbanovs von A bis Z"
  • 1997 Sankt Petersburg, Russland, USA-Konsulat
  • 1996 Sankt Petersburg, Russland, Ausstellung im Architektenhaus "Hollander Club"

Kontakt

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